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Die Handlung hinterlässt Spuren
In den Bildern von Peter Grosz, die Materialschichtungen gleichen, wird alles
gebraucht, alles findet Eingang und Verwendung. Es hat in der Komposition
seinen unverwechselbaren Stellenwert. Nichts erscheint glatt oder geradlinig.
Hingeklebtes wird übermalt, entfernt, wird wieder abgerissen, um an anderer
Stelle erneut verwendet zu werden oder es wird zielgerichtet und bewusst zerstört.
Jede dieser Handlungen hinterlässt sichtbare und beabsichtigte Spuren, die sich
der Gestalt des Bildes einschreiben und ihre Beiträge leisten. So entstehen
reliefartige Bildtopografien, die ursprünglich und elementar. Diese Materialschichtungen überlagern sich mit gestischen, tastenden und suchenden Linien,
die sich bauen, die laufen und sich schreiben, sich selbst fortpflanzend zögernd
einen Weg vorwärts suchen.
Dieser Erfahrungs- und Ereignisraum aus Linien und Material verkörpert seine
eigene innewohnende Geschichte. Mit seiner eigenständigen vibrierenden Aussage, ist er ebenso wie die Farbe, nicht im Dienst irgendeiner Darstellung, sondern
steht für eine Erfindung der Erinnerung..
Margarita Jonietz
Museum für Neue Kunst Freiburg
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